17.01.2018, 4:11

Special - GTA 3 Story - Kapitel 11 - 15

Unser User driver2 macht sich die Mühe und schreibt eine GTA3-Geschichte, die ihr exklusiv hier auf GTAreactor bewundern könnt. Und bewundern ist keinesfalls zu hoch gegriffen - die bisher 20 Kapitel umfassende Story ist wirklich klasse geschrieben und ist auf jeden Fall die wert, gelesen zu werden!

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Kritik, Verbesserungsvorschläge und natürlich Lob für den Autor!

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Kapitel 11


Es war 20:25 als ich an Joey's Tür klopfte. Ich hörte wie sich im Inneren etwas rührte, wie mehrere Riegel beseite geschoben wurden. Joey öffnete die Tür und ich trat ein. „Tag, wie geht's?“ erkundigte ich mich. „So weit gut..“ erwiederte er „setz dich doch. Was willst du trinken?“

Also setzte ich mich an den kleinen Tisch, der an dem kleinen Fenster stand. „Jones ist noch nicht da, müsste aber gleich kommen.“ „Ja, dachte ich mir schon.“

Während Joey mir mein Getränk holte, klopfte es an der Tür. Dreimal, dann nochmal. „Das muss Jones sein, kannst du bitte aufmachen?“ bat mich Joey. Ich ging zu Tür, schob die Riegel beseite und liess Jones herein. „Hey Jones!“ begrüßte Joey ihn. „Joey, wie geht's?“, antwortete Jones, und ohne auf eine Antwort zu warten: „Das ist also der Junge von dem du mir erzählt hast.“

Joey erklärte nochmal die Lage, während wir zu dritt an dem kleinen Tisch saßen. Nach einiger Zeit meinte Jones: „Ich würde mich freuen dich in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Es müsste ja auch in deinem Sinne sein, Jend etwas auswischen zu können.“ Da ich gerade, wie schon längere Zeit, sowieso keinen Job hatte, willigte ich ein. „Und was jetzt?“ fragte ich. „Erstmal nichts, wir müssen auf eine passende Gelegenheit warten, um gegen Jend vorzugehen. Ich sag dir Bescheid wenns was gibt ..“ meinte Jones.



Kapitel 12


Ich hatte schon sehnsüchtig auf Jone's Anruf gewartet, als schon einige Tage später am Sonntag Morgen das Telefon klingelte. „Komm um 12 in die Villa“, sagte Jones und legte auf. Ich wunderte mich nicht weiter darüber warum er so kurz angebunden war, sondern ging duschen. Es war schon kurz vor 12 und ich wollte nicht zu spät kommen. Es war ausnahmsweise mal ein schöner Tag, die Sonne schien und man hätte ohne den Autolärm bestimmt auch die Vögel zwitschern gehört. Bei Jone's Villa angekommen, betrat ich das Haus das erste Mal durch die Eingangstür. Innen wartete schon ein Mann auf mich, der mich ins Arbeitszimmer brachte. Jones saß hinter seinem Schreibtisch, im Raum standen einige Männer, die auf mich zu warten schienen. „Nun fehlt also nur noch einer.“ bemerkte Jones, während er offensichtlich genüsslich seinen Brieföffner betrachtete. Auf einmal kam der Nervöse aka Mike ins Zimmer, er murmelte ein „Hallo“ welches die anderen Anwesenden erwiederten. Mir warf er einen flüchtigen Blick zu, der wohl sagen sollte 'so sieht man sich wieder'. Es war sonderbar mit seinem Entführer friedlich in einem Raum zu stehen, auch wenn ich wusste dass er eigentlich für Jones arbeitete.

„So, nun da wird endlich komplett sind können wir ja anfangen.“ eröffnete Jones die Besprechung. „Zunächst dürfen wir einen neuen Mann bei uns begrüßen..“ fuhr er fort und zeigte auf mich. „Aber nun zum eigentlichem Thema.“ Er stand von seinem Sessel auf und setzte sich auf die Schreibtischkante. „Diesmal hat Jend mich nicht direkt angegriffen, sondern einen Kollegen von mir, Walter Pete. Er besitzt eine große Speditionsfirma, mit der ich oft große Geschäfte abwickle. Es geht um eine sehr heikle Sache.“ Er setzte sich wieder in den Sessel und lehnte sich zurück. „Jend hat seine Tochter, Lisa Pete, entführen lassen. Er will uns beide damit unter Druck setzen und meinte Geschäfte untergraben. Natürlich möchte Walter seine Forderungen erfüllen, aus Angst um seine Tochter, aber ich bin mir sicher dass man Jend nicht trauen kann und es für sie besser ist wenn wir handeln.“ „Was muss man über Lisa Pete wissen?“ fragte einer der Männer. „Da gibt es nichts besonderes, sie ist 16 Jahre alt und ziemlich zäh und eigensinnig, wie ihr Vater normalerweise auch. Wir vermuten dass sie auf einer Insel in der Nähe des Festlandes gefangen gehalten wird, aber genaues wissen wir noch nicht.“ „Wie geht es jetzt weiter?“ wagte ich zu fragen. „Da wird schon wissen, dass sie auf einer der vielen Inseln versteckt ist, brauchen wir jemand der diejenige unbemerkt infilitriert.“ Ich ahnte schon, auf was er heraus wollte.. „Ich glaube du wärst dafür der Richtige!“, sagte er zu mir. „Ich? Warum ich?“ fragte ich nervös. „Nunja, du scheinst dich gut alleine durchschlagen zu können. Außerdem brauche ich möglichst alle meine Männer hier.“ Alle meine Männer, gehöre ich etwa nicht dazu, dachte ich. „Alle meine Männer, außer dir natürlich.“ fügte er hinzu als hätte er meine Gedanken gelesen.

„Du wirst ja auch nicht ganz alleine sein. Wir werden dich von Außen so gut wie möglich unterstützen.“ „Inwiefern?“ „Mit Informationen – und später auch vor Ort, falls es möglich sein sollte.“ Langsam überlegte ich mir, ob es nicht ein Fehler gewesen war, hierher zu kommen. „Achja, ich hoffe du hast keine Höhenangst.“ meinte Jones. „Warum denn das?“ sagte ich schnell. Wieder überkam mich ein ungutes Gefühl. „Mit einem Boot kommst du nicht unbemerkt auf die Insel, mit einem Flugzeug eigentlich auch nicht, aber du wirst ein Segelflugzeug benutzen.“ „Ach. Werde ich das?“ „Ich nehme an du kannst nicht fliegen?“ „Genau.“ „Dann wird es Zeit, dass du es lernst. Ich kenne da einen guten Fluglehrer, der es dir bestimmt mit Freuden beibringen wird.“ Ich werde es aber bestimmt nicht mit Freuden lernen, dachte ich. Ich fühlte mich von Jones überrumpelt und war etwas wütend auf ihn. „Und während du dich auf deinen Einsatz vorbereitest, werden wir den genauen Standort von Lisa herausfinden.“ erklärte Jones weiter. „Wie du bestimmt weißt haben wir einige Kontakte, auch unter Jend's Leuten. Also, an die Arbeit!“ Nach und nach gingen alle Männer, bis Jones und ich alleine im Zimmer waren. „Komm morgen früh zu mir, dann mache ich dich mit deinem Fluglehrer bekannt.“ Als ich gerade aus der Tür gehen wollte, fügte er noch hinzu: „Sorry, dass ich dir den Auftrag so unerwartet aufgedrängt habe.“ Überrascht über seine Entschuldigung, ging ich nach draussen, es hatte angefangen zu regnen ..



Kapitel 13


Schon am frühen Morgen, riess mich der Wecker aus dem Schlaf. Nur halb wach, stolperte ich zum Fenster. Die von der Nacht noch frische Luft, strömte mir entgegen, als ichs das Fenster öffnete. Ich war früh aufgestanden, obwohl Jones keine bestimmte Zeit genannt hatte. Ich wollte lieber zu früh, als zu spät kommen, also zog ich mich an und machte mich auf den Weg. Es war immernoch dunkel als ich zum zweiten Mal an Jones Haustür klingelte. Es dauerte einen Moment, bis Jones die Tür aufmachte, schon fertig zum Weggehen.. „Fahr mir hinterher.“ rief er mir zu, während er auf sein Auto zuging. Zum ersten Mal fuhr ich nicht in einer Verfolgungsjagd hinter Jones her. Die Sonne war gerade am Aufgehen, wie wir am Flughafen ankamen. Wir stellen unsere Autos auf dem Parkplatz neben dem Flughafen Gebäude ab und ich folgte Jones eiligen Schrittes. Wir gingen zuerst ein Stück durch das Gebäude, dann auf ein Hangar in der Nähe der Startbahn zu. Vor dem Hangar stand ein kleiner Mann mit Glatze, die halb unter einer blauen Mütze versteckt war. Er hatte einen blauen ölverschmierte Overall an und schien auf uns zu warten. „Da seid ihr ja!“ lachte er und hab Jones und mir die Hand. „Hook mein Name. Pilot, Mechaniker, Bordservice und Fluglehrer. Folgt mir.“ Er gab uns ein Zeichen mit der Hand und wir folgten ihm in den Hangar, während Jones mir erklärte: „Hook ist nicht sein richtiger Name, er wird in Fliegerkreisen so genannt. Am besten du nennst ihn auch so.“ Ich nickte zustimmend. „Das ist also das Baby.“ grinste Hook. Es war ein kleines Flugzeug, in das wohl gerade einmal maximal 2-3 Personen passten, ich hatte es mir nicht so klein vorgestellt. „Wie gefällt es euch?“ fragte Hook, erwartete aber anscheinend keine Antwort. „Also, ihr kommt zurecht?“ erkundigte sich Jones. „Ja, klar!“ lachte Hook optimistisch „Wir werden das Kind schon schaukeln.“

Ich war mir da nicht so sicher, aber Jones half mir da auch nicht viel. Nachdem er gegangen war, setzte ich mich neben Hook ins Flugzeug. „Wir nennen ihn Dodo.“ erzählte er „Ein Dodo ist ein ausgestorbener Vogel, der nicht fliegen konnte.“ „Ich hoffe er macht seinem Namen keine Ehre.“ sagte ich mit gequältem Lächeln. „Zuerst einmal mußt du lernen wie alles hier im Cockpit funktioniert.“ fuhr Hook fort. Er erklärte mir, was welches Instrument und welcher Hebel machte und brachte mir alles Mögliche bei, was man zum Fliegen brauchen könnte. Als es dämmerte, meinte Hook: „Also, dann machen wir mal Schluss für heute. Morgen früh um 8 pünktlich im Hangar.“ Müde verabschiedete ich mich, die Zeit war wie im Flug verflogen ..



Kapitel 14


Nicht dass ich wild darauf war, mir einen Namen in Fliegerkreisen zu machen, aber trotzdem stand ich rechtzeitig auf und versuchte das Beste daraus zu machen. Wie es mir gesagt wurde, stand ich pünktlich um 8 vor dem Hangar, doch Hook war nirgends zu sehen. Im Hangar sah ich nur einsam den Dodo stehen, als plötzlich Hook's Kopf im Cockpit auftauchte. „Da bist du ja.“ begrüßte er mich. „Heute gibt's noch etwas Theorie.“ Er wischte sich mit einem Tuch die Hände ab, die danach noch schmutziger aussahen. „Komm mit!“ befahl er. Wir gingen das danebenliegende Gebäude, eine Treppe hinunter und durch einen langen Gang, mit dicken Rohren auf der rechten Seite. Am Ende angekommen, liefen wir wieder nach oben, in einen saubereren Flur. Hook nahm seinen Schlüsselbund und schloss eine Tür auf. Dahinter erwartete mich ein mittelgroßes Zimmer mit PC und Beamer. Hook tippte irgendetwas auf der Tastatur herum und ich setzte mich auf einen der Stühle. Irgendwie wirkte er zwischen der ganzen modernen Technik in seinem verschmutzten Overall und der blauen Kappe etwas deplaziert. Hook stand auf, lief im Raum auf und ab und fragte plötzlich: „Was ist 34 mal 5 ?“ Verdutzt stammelte ich: „W – as? Wie bitte?“ „Setzen, 6.“ sagte er streng. Er setzte sich wieder hin und schaute ernst. Auf einmal fing er an zu lachen. Ich versuchte mitzulachen, hatte für seinen Humor allerdings nicht allzu viel übrig.

„Also, dann wollen wir das Baby mal anmachen.“ meinte Hook, während er etwas eingab. Der Beamer ging an und die Leinwand wurde hell beleuchtet. Mein Lehrer startete ein Programm, so dass auf einmal Graphiken und Text erschienen. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt, fehlt gerade noch das er mir Hausaufgaben aufgibt. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir im 'Klassenzimmer' und ich versuchte Hook's Ausführungen zu folgen. Am Abend war ich meinem Lehrer zufolge fertig ausgebildet. „So, und morgen geht's dann in die Luft.“ prophezeite Hook. So schnell war bestimmt noch niemand Pilot geworden ..



Kapitel 15


Am darauffolgenden Tag klingelte um 6 Uhr das Telefon. Hook war am Apparat, er wollte nur sichergehen, dass ich pünktlich käme. Der verfrühte Wecker machte den eigentlichen nutzlos, so dass er mich stattdessen wecken wollte, als ich, früher als geplant, um 6:15 aus der Wohnungstür ging. Nachdem der Störenfried abeschaltet war, stieg ich mürrisch in meinen Wagen ein. Da ich mich nicht gerade aufs Fliegen freute und auch etwas Angst davor hatte, fuhr ich energischer als sonst. Und wenn ich energische fahre, wird die Polizei schnell auf meinen Fahrstil aufmerksam.

Auf halber Strecke zu meinem Ziel, dem Parkplatz am Flughafen, sah ich plötzlich Blaulicht hinter mir. Nervös trat ich aufs Gas. Der Wagen beschleunigte schnell und schlidderte durch die Kurve als ich in eine Seitenstraße einbog. Mit laufendem Motor wartend, sah ich den Krankenwagen, der mich 'verfolgt' hatte, vorbeifahren. Wie heisst es doch so schön? 'Morgenstund hat Gold im Mund.' oder war es doch eher 'Rasen am Morgen, bringt Kummer und Sorgen..' ?

Obwohl ich versuchte, die ärgerlichen Eregnisse zu verdrängen, ging ich genervt durch das Flughafengebäude in Richtung Hangar. Hook wartete schon auf mich, wie üblich mit ölverschmiertem Overall und blauer Kappte auf dem Kopf. „Sind wir endlich da?“ lachte er. Während wir in den Dodo einstiegen und nochmal alle wichtigen Schritte wiederholten, fragte ich mich ob dieser Mann wohl immer guter Laune war.

Ich saß links, Hook auf dem rechten Sitz. Wir schnallte uns an und ich startete den Motor. Zufrieden tuckernd sprang er an, wir fuhren langsam los. Aufgeregt hielt ich das Steuer in den Händen, der Ärger war nun der Aufregung und Konzentration gewichen. Glücklicherweise fand ich den richtigen Weg zur richtigen Startbahn, von denen es schließlich mehrere gab. Der Dodo war genau gerade ausgerichtet, als ich Gas gab. Der Motor beschleunigte unser kleines Flugzeug langsam am stetig. Etwa bei der Geschwindigkeit eines schnellen Sportwagens hoben wir ab. Der Dodo stieg, erst ein Meter, dann zwei, drei, vier ... Am Ende der Startbahn befanden wir uns schon so hoch in der Luft, das ich langsam weiche Knie bekam. Normalerweise würde mir die Höhe nichts ausmachen, aber angesichts der Tatsache das ich das Flugzeug steuerte, bekam ich es mit der Angst zu tun. Hook saß entspannt daneben, während ich versuchte den Dodo so ruhig wie möglich zu halten.

„Du bist ein Naturtalent Mann!“ lachte er. Obwohl er bestimmt merkte, dass es mir nicht wohl zumute war, schlug er vor: „Flieg doch mal ein paar Kurven und nicht immer geradeaus.“ Ich drückte das Steuer leicht nach rechts und wir kippten schlagartig zur Seite weg. Ich fühlte wie wir sanken und riss das Steuer wieder nach links. Es schien als wäre die Maschine außer Kontrolle geraten, aber Hook rührte keine Wimper. Den Steuerknüppel in alle Richtungen drückend, merkte ich plötzlich das ich den Dodo doch kontrollieren konnte. Nach einigem Rumprobieren stand der Dodo auf einamal wieder ruhig in der Luft. Hook grinste: „Sag ich doch, ein Naturtalent!“ Obgleich ich mich meiner Sache noch kein bisschen sicher war, fasste ich all meinen Mut zusammen und flog kurztentschlossen einer leichte Linkskurve. Unser Flugzeug schwankte beängstlich, aber ich versuchte Ruhe zu bewahren. Ich erinnerte mich an Hook's Worte: „Der Dodo ist wie ein wildes Pferd, das du zähmen musst. Und wenn du es gezähmt hast, hört es zwar auf dich, aber es bleibt trotzdem noch ein eigensinniges Pferd.“ Wie ich da oben über der Stadt in diesem winzigen Flugzeug meine Kreise zog, kam ich mir vor wie im falschen Film ..

Nach etwa 10 Minuten, ich hatte wahrlich anderes zu tun als auf die Uhr zu schauen, bot mir Hook an wieder zu landen. Erleichtert nahm ich seinen Vorschlag an und setzte zum Landeanflug an. Die Sonne verschwand gerade hinter dem Horizont und Liberty City lag schon größtenteils im Schatten. Leider hatte ich nich genug Zeit, um das Schauspiel aus diesen luftigen Höhen zu betrachten. Der Wind erschwerte mir die Landung, aber trotzdem setzten wir fast genau in der Mitte der Bahn auf. „Geh jetzt nach Hause und ruh dich aus.“ rat mir Hook, als ich den Dodo wieder in den Hangar gefahren hatte und wir ausstiegen. Auf dem Weg nach Hause, saß ich nachdenklich im Auto ..

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